Jahreseinblicke : spring poems








Luftschiffe

abends den himmel gefaltet
feucht gepresst vom wind

die geknickte wurzel
zwischen den ackerfurchen

und das stille versprechen
um neubeginn.

© Chr.v.M.

.



Der * Frühlingskuss. *

 

 

Die Elster staunt nun silbergrau.
Erste Sonnenstrahlen, Himmel blau
Da fällt das Glück, glüht auf der Erde – erblüht.

 

Zaghaft der Winter im Gehen.
Im März den Frühling freudig sehen.
Ein zartes ergrünen – ruft heiter — weiter!

© Chr.v.M.

.






 Hoffnungsfroh

Es webt das Licht sich blau durch Zweige
verweilt am Vogelnest
hoffnungsfroh.


Christin v. Margenburg © 2013-18-3



Der Pfingstrosenstrauß.

Rubinüberlaufen schwer
kippt Paionia purpurgefächert
läßt dem Sommer Flügel wachsen
Hängt ihre Köpfchen samtig über Vasen.

Lächelnd
im Blütenduft gebadet
hier an diesen sonnigen Pfingsttagen
ein sachtes Nicken zum Leben.

Tanzend das Sonnenlicht
auf ihren prallgefüllten Blütenköpfen
ausgefranst vom Winken
golddurchwirkt von Staubgefäßen.

Bis ihr Duft entschwebt
im Hauch der Erinnerung
an Zuckerwatte, frühere Zeiten,
– dornenlos –

wie Sie.

© Chr.v.M.






* Mondkinder *

 

 

golden klemmt die abendsonne
an der turmspitze zur wonne

 wirft ein lächeln dann als schatten
zartgrau zwischen weidenmatten

 wie die blätter sich dann falten
das gebet, andächtig halten

 

 bis sie warnen, kuckucksrufe
kinder noch auf käfer suche

glückskäfer, mondkinder,
summsemann,

 

 der maikäfermonat
fängt wieder an.

 

© Chr.v.M.


 






Berührungen.

die weisse stille ist nicht mehr
es war ein wehen nur
dicht unter sonnenschein
ein sanftes streicheln
zwischen weidenstümpfen.

als eingegraut
der wolkenbruch
den winter nahm
und durch die stille
ungehört das neue kam

in
sachtem grün
mutig
mit zarten
kleinen blüten.

© Chr.v.M.


 


Die Februarmelodie.

Dem Kalt des Winter`s knapp entsprungen
platzt hoffnungfroh auf allen Ästen
in sanftem Grün zum Frühlingsfeste
der Blüten Vielfalt und gesungen
hat uns die Amsel froh ein Lied.

Von Wiederkehr,
von Neubeginn
von Hoffnung
und von dieser Perle
die vor uns rollt durch`s ganze Jahr

Drum eile nicht,
sondern verweile
bestaun` die Wunder
dieser Erde
dankbar im Februar.

© Chr.v.M.






expectant…

 

Raureif verzuckert baum und strauch
und auf den wegen liegt ein hauch
erwartung und der stumme schrei
des milans auch nach frühlingsfarben
die er im flug mitnimmt zum malen.

© Chr.v.M.








 

Frühlingswunder.

Da kippt sich der Frühling
feuchttrunken auf Grün
und läßt welch Wunder
das Gold plötzlich blühn.

 

Es reibt sich der Winter
die eisblauen Augen
„raunächtig doch “ Tageskinder raunen
das Weiß blieb aus, ein Staunen.

© Chr.v.M.



Hoppla

es rollt des frühlings hand die sonne
gespitzt die lippen, uns zur wonne,
haucht zaubersprüche über`s land
nur an der wand noch winterspuren`
weißgrau verwischt, verschmutzt, konturen.

 

im monatsfahrplan ausgebreitet
ein neues kommen und geweitet
auf sanftem blau, ein lichterbogen
auf ihr kommt fröhlich uns geflogen
zwitschernd fast weise, die erste meise,

frühling oh komme.© Chr.v.M.

 

tags drauf…

da sitzen auf der tonne
zwei spatzen frech und streiten
die meise ist nicht weise
die singt von frühlingswonne
von sonne und von blühen
sie soll doch weiter ziehen

hier tanzen jetzt doch flocken
den frühling damit locken
zu früh noch, sie muß warten
und wie sie dann so scharrten
da fiel der schnee noch dichter
der monat blieb der richter.

© Chr.v.M.



BLÜTENDÜFTE.

Eines abends
trug der Wind den Frühling
an das offen Fenster
still hatte sich der Tag
mit Blütendüfte gefüllt
 
sacht noch und vorsichtig
in Farben gehüllt
das der Mond sich verneigte
und voll vor Verlangen
schmal dann vornüber beugte

seit dem
hängt am Sichelmond
die Ewige Wiederkehr
sichtbar uns Menschen
zwischen dem Sternenlicht.

© Chr.v.M.



  Frühlingsküsse.

dieses sachte erwachen der Welt
das uns das Herz zärtlich öffnet
wenn die Tage neu
im Grün erstrahlen

Dieser Duft zarter Blüten
zwischen den letzten Schneefetzen
die der Frühling ausatmet
um die Wiesen bunt zu betupfen

dieser samt´ne Klang
nach Neuem
unter den Flügeln
des ersten Schmetterlings.

Wenn Werden
sichtbar wird
dann küsst uns wieder
das Glück.

© Chr.v.M.




Erwartungsklänge in Grün.
 
Blätter in Smaragdtönen
aufgebrochen

im milden Wind
des Frühlingstages.

Hier zittern Vogellieder
schweben über das Nebeltal
hauchen ihm Klangerwartung
als Zeitenwirbel der Leichtigkeit.

Die zierlichen Blattränder
noch neulichtig.
Nun Kaltende – und wieder
strahlen die Augen.

In meinem Dorf
der blankgeputzten Fenster
Veilchenblau der Himmel
bis zum Tagesabschluß

ein Verlangen,
Blütensüß aufbewahrt
im Mund noch nach mehr
und Ewig und Wiederkehr.

© Chr.v.M.





Sein im SEIN.

Erst warfen weiße Schleier sich,
auf graugehauchte Auen
durch Wolken fiel das Sonnenlicht,
das Weiß am Zweig zu tauen.

Dann dampften Wiesen, Felder frisch,
ich atmete und spürte dieses locken
und wollt begreifen, lernen, fühlen
des sich veränderns, Anfang, Neubeginn

den Augenblick,
mich in dem Glück verstecken
um Neues zu entdecken.

© Chr.v.M.


Abendbewegung.

über den huträndern
wartender hausreihen
glüht die abendsonne.

fällt
zwischen dicht drängelnden
abendverkehr

rutscht
über
blitzende busscheiben

schlittert
in müde
feierabendgesichter

blendet
grün gelb rote
ampelaugen

rollt
über
den fußgängerbordstein

und versinkt
unter dem gähnenden
gullideckel.

© Chr.v.M.

 

 

 

Märzglück.

 
Stahlend der Himmel, das Innerste bebt,
Herzweit das Blau, das der Himmel uns webt.
Ein erstes Blühen in sanften Farben
mit zarten Düften in diesen Tagen.
 
Da summen Bienen durch erwachte Natur,
Schmetterlingsreigen mit Bravour ,
Wildgänse spalten Wolkensegel,
nur morgens noch, ein Hauch von Nebel.
 
Märztage jetzt im Frühlingskleid
Menschen und Tiere voll Heiterkeit.
Zeit der Natur sich nun zu bewegen,
das Glück einatmen, es ist ein Segen.
 
© Chr.v.M.

 

 

 

Sonne im Herzen


die Märzenbecher rosten
es frieren alle Knospen
an Sträucher und an Bäumen
Winter will nicht versäumen
den letzten Gruß zu senden.

Er winkt mit kalten Händen
das Weiß wird sich bald wenden
der Frühling er wird kommen
dann könnt ihr wieder sonnen
in Farben wird es sprießen,

- April, –

vielleicht ,
es reicht
bunt wird`s dann Blumen rieseln.

© Chr.v.M.




Narcissus .


der sonne schönstes blumenkind
dem göttersohn stolz sein ebenbild
  geeicht den  kelch narziss , uns zum trank gereicht.
 
dein gold fließt mit dem sonnenstrahle
zur augenfreude uns im tale.
 
    © Chr.v.M.

 

Apriltage.

 

In Blau versinken
Wolkenherzen
Nordwinde spielen sacht
und locken.
Auf Blumenkopfschmuck
liegt ein Scherzen
im Blütentaumel die Natur.
Der Wind erfasst´s,
macht die Rasur.
 
 
Auf allen Bäumen
Spatzen hocken
sie schimpfen,
wann wird`s wieder trocken
April macht doch nur
was er will
und plötzlich
wird ganz still der Wind
den drüben dort, da lacht ein Kind.
 
 
Die bunten Gummistiefel platschen
in großen Pfützen,
Händchen klatschen,
denn jedes Wetter
ist doch schön,
mußt`s nur
durch Kinderaugen sehn.
 

In Blau versinken
Wolkenherzen.
Nordwinde,
Wolken,
Blumen,
Scherzen.
April 
April .
 
© Chr.v.M.


Ostervorbereitungen.

 

Bemalen wir mit Farben
nun bunt die Eierschalen
umhäckeln wir das Rund
und tun dem Frühling kund
wie sehr wir uns nun freuen
der Blütenpracht im Neuen
Freude, Erstaunen zeigen
die Jährlich nun im Reigen
als Tanzschritt führt uns mit
im monatlichen Schritt.
 
 
Befüllen wir die Nester
verstecken sie am Fenster
so süß mit Schokohasen
und füllen alle Vasen
zum Frühlingwunder zeigen
mit zarten Blütenzweigen.
Ein Lächeln dir mein Kind
Ostern ist`s bald, geschwind,
nun ab in unsren Garten
zum schreiben dort die Karten,
 
an all die liebe Menschen
an die wir beide denken.
 
© Chr.v.M.



Gelagert.


das knäul wolle zurück legen
aufbewahren für stille wintertage

wenn erste sonnenstrahlen
das fenster sprengen

wenn luft liebe pflanzt
zwischen graubraunem erderwachen

wenn der frühlingsfaden
bunt sich um vogellieder bindet

ist es wieder zeit
das wollknäul zurück zu legen.

© Chr.v.M.



meine heimat

über der erdhaut meiner heimat
dehnen sich weit lebendige tiefen

grün die täler die das auge schaut
blühende gärten von frauen bebaut

dort rauschen die bäche in blaugrün
und stolz weiße schwäne die dort ziehn

es lacht der wind der frech wolken jagt
zur kirchenglocke die im tal dort klagt

besänftigend nicken die bäume hier
und an der felswand dicht hinter mir

pflücke ich das schüchterne blümchen dir.

© Chr.v.M.




Windgesang.





Es singt der Wind ein lautes Lied
fegt Sonnenstrahlen um die Ecken.

In zarten Frühlungsdüften winkt
der erste Zweig mit Blättergrün

um diesen Tag zu wecken.

© Chr.v.M.


 

Freund Baum

deine pelzigen moosgrünen arme
verzweigtes filligranes fingergeäst
ewig den frühling greifend

zartgrün saftigsprießendes aufwärtsstreben
deiner geäderten blätter
vom wind entblößtes darbieten

du baum efeu umwachsen
mit rotbraunen rinde
dein stamm reicht bis in den himmel

ich atme dich im umarmen
mit der himmlischen bläue des horizontes

und mit meinen zwei armen.

© Chr.v.M.

 

Mit einem Wimpernschlag Deiner Zeit bewegst Du meine Welt.© Chr.v.M.
 
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