Gegen das Vergessen
 


spero


wir sääen neue träume
auf märchendächer
die ihr zukunft nennt
dabei das lachen bewahren

herzgespalten
auf einem bein in neuland
das andere doch immer noch
in der zerlegten heimat.

© Chr.v.M.

 


 

Euer Masterplan.

im schattenland der masterplan
der versuch etwas zu bewerkstelligen
in hilflos leere hände, unfassbar

rückt zusammen und wärmt eure herzen.
wo ist der mut, wo der einsatz geblieben
zur rettung der menschlichkeit

eure gegenstimmen an den fußsohlen flüchtender
mit den klageliedern der vergessenheit
schamblätter die liegen bleiben

dürfen menschen spielkarten sein ?

© Chr.v.M.

 



Endzeitstimmung.

Wir haben in den Tränen
unserer Götter gebadet
erspürten die Sehnsucht
die in die Tiefe drangt
und sich ausbreitete
mit blauen Winden
berauschten sie
unsere verzweifelten Träume
dort auf der Brücke
toter Stunden
.
standunsicher
.
suchen wir noch immer
die letzten Reste
.
von gemeinsamer Zuversicht.
 
© Chr.v.M.


Death and we.

 
 
Wenn die Nacht anbricht nach unseren Tagen
stehen wir uns dann als Fremde gegenüber
um den lautlosen Flug
der mutlosen Seelen zu hören
im grellen Licht schweigend ?
 
Gemeisselt dann dort in die nackte Wand
die späten Erkenntnisse :
Wir waren alle Schwestern und Brüder
bis der rote Punkt vor Scham aufleuchtet
und die Sterne weinend erlöschen ?
 
© Chr.v.M.



Sie fliegen nicht mehr

in den Augen der Götter
kein funkeln wie Nachtsterne
die versiegenden Lachtränen
vor weißen Friedenstauben

sie fliegen schon lange nicht mehr.

Bleischwer die Luft
unter dem Wimpernschlag
des Unverständnis
zu mehr Menschlichkeit.

© Chr.v.M.




NULLTEXT.

sich beugen können
das unfassbare begreifen lernen
sich öffnen für die not fremder
es war alles schon einmal da

völkerwanderung ins herz verstaubter großkotzbürger
schwarzdeutschland deine lieder sind nicht bunt
todgeredete dauerbeschallung leerer politiker
herzschwer das verständnis für nichts

menschlichkeit bekommt einen anderen namen
ängste vor dem zusammenbruch
wehrlos gefesselte seelenverbundenheit
hilflos von mensch zu mensch

und wer hat furcht ?
das ich – das wir ?
mit leeren händen, leerem herzen
leeren häusern, leeren augen

wer ist bruder
wer ist schwester
fragwürdiges
zum nulltext.

© Chr.v.M.

*

ignoranz

die größte eselei der menschheit in der neuzeit
unverständliches gegenwärtiges
und alle denken nur an sich
dann ist an alle gedacht
denkt man

.
nur

.
der einzelne ist so verloren
in der masse der ignoranz.
 

 

die verantwortung.

und dann ist es ein gleiten nur
als hätten alle himmel sich
gegen euch verschoben.

es lodert hass
es brennt das braun
dort wieder in den Köpfen.

und nun gehen wir suchen
noch immer verzweifelt
und finden nirgends menschlichkeit.

© Chr.v.M.

“ Februar 2016 im  Jahr des sich Schämens „
bis JETZT und wieder.

 


التوقيت الشتوي. Winterzeit.


 

 

Getragen die brüderliche Schwere
auf unserem Rücken
mit dem Gesang der Religionen
auf den Lippen.

 

Der Geist im Schmelztiegel
der Kulturen
unter dem Flammenmeer
der verängstigten Gefühle.

 

Bleiben wir Menschen
du und ich
und teilen als Freunde uns
Sonne und Nacht.

© Chr.v.M.



Neue Zeiten.


Die Ohren lahmgelegt
hinter den Augen
das Wundsein
und im Zeitgesicht
Gedankenblässe
 
Herzarm die Zukunft
in diesem Sinnesfühlorchester
trommelt die Wahrheit empört
über das unverständliche
Versagen.© Chr.v.M.


Macht und Ohnmacht.

 

und sie können es nicht lassen 
laut mit ihren säbeln rasseln 
unvernunft und trotzig dumm 
feuer, wut und macht und WUM 
restwelt dreht sich nicht mal um 
 
 provokant im kindergarten 
spielen sie wie zinnsoldaten
 - nuklear - das wort gedehnt 
sicherheit wird abgelehnt 
schreckensmeldung dreht euch um 
 
oder bleibt auch weiter dumm.
 
© Chr.v.M.


im weiteren...


was für ein glück
das die giftbomben 
andere trafen
das zeitungseilmeldungen
morgen verblichen sind
 
was für ein glück
das die gleichgültigkeit
kleine ohren hat
sie hörte sich das gewissen an
und bleibt taub
 
was für ein glück
im weiteren
das der zeitfinger
über alles wegstreicht
als gäbe es uns nicht.
 
was für ein glück....
 
© Chr.v.M.



 

der schmähtropfen


sich die zunge verbrennen
mit lustiger satire
in der sprache scherzender Engel

bis das lachen stecken bleibt
wird das abwürgen der heiterkeit
eine provokation in falscher zeitform.

© Chr.v.M.



the burden.

 

  wo ist die zuversicht
die adresse des glückes gibt es nicht
sicherheitshalber ein lächeln
zwischen den tränen der furcht

we thought those days
woud never come again
wir hofften es zu schaffen
glauben bleibt als kompaßnadel

zahlt ihr empört die zeche
um aus der ferne
überrollt zu werden
von hilflosen herzen

oder wir, mit gekrümmten rücken
zwischen den verzweifelten
auf der suche nach der adresse
der hoffnung.

© Chr.v.M.





den takt.

den takt
des sich veränderns
im erwarten der wunder
trommeln nirgends antworten
 
des glaubens nur
für einen moment fraglos
und ich überlege mir ernsthaft
eine andere sprache zu lernen.
 
© Chr.v.M.





seelengewichte.
 
man kann sich ergeben
und sagen eben
so ist das leben
 
man kann sich wehren
kann sich bekennen
menschlichkeit nennen
 
dann leg` verständnis und liebe
zwischen die seelen
vereint schaffen wir´s eben.
 
© Chr.v.M.







Le désir.

geduldet in geborgter heimat
mit dem wunsch nach bleiben

ohne nach sternen zu greifen
nur den gemeinsamen mond küssen

mit den augen,
als geschwister.

© Chr.v.M.

 



 

Dort.-There !

Wir werfen uns Worte zu
um die Sorgen zu bedecken
und betreten Häuser
die unsere Ängste einschliessen.
 
Dort aus geschlossenen Fenstern
welken die Hoffnungen
Euch entgegen.
 
© Chr.v.M.
Mit einem Wimpernschlag Deiner Zeit bewegst Du meine Welt.© Chr.v.M.
 
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